Segelbundesliga am Attersee
von Marcus Harberler
Die HPS Mannschaft mit Daniel statt Marc hat schon am Donnerstag einen Trainingstag bei relativ starkem West- und später Ostwind eingelegt. Das Wetter ließ zu wünschen übrig; wir wurden mit einem starken Regenschauer beehrt, haben aber wichtige Segelzeit bekommen und das auch noch bei den Bedingungen, die die nächsten Tage herrschen sollten. Der Abend ist dann mit Gegrilltem ausgeklungen.
Am Freitag, dem zweiten Trainingstag, herrschte wechselhafter Westwind. Im Laufe des Tages wurden weitere Boote aufgebaut, unter anderem weil bei einem Boot ein Großfall ausgerauscht war. Der erste Trainingsslot fand wieder gemeinsam mit Daniel statt, diesmal allerdings ohne Marc. Im zweiten Slot war Marc dann ebenfalls wieder dabei. Neben dem Training sorgten auch einige Zwischenfälle für zusätzliche Unterhaltung, darunter Vogelbergungen und Autopannen.
Am Samstag, dem ersten Wettfahrttag, gab es durchgehend Westwind sowie mehr oder weniger starken Regen bei niedrigen Temperaturen. Für das HPS Team standen insgesamt vier Flights beziehungsweise Wettfahrten auf dem Programm, wodurch es ein intensiver Regattatag wurde. In der ersten Wettfahrt kam es bei einer Bojenrundung zu einer Berührung der Bahnmarke mit dem Baum. Dabei haben wir herausgefunden, dass in der Segelbundesliga eine Bahnmarkenberührung nur dann zu einer Strafe führt, wenn die Bahnmarke durch den Rumpf oder die Crew berührt wird. Dadurch machten wir eine Drehung zu viel. Nach dem langen Wettkampftag gab es schließlich noch das gemeinsame Segleressen.
Am Sonntag, dem zweiten Wettfahrttag war nur leichter Wind und keine Wettfahrtversuche am Vormittag bis Mittag, erst am Nachmittag dann West- und Südwind. Mit dem Wind gab es dann einen Flight, also eine Wettfahrt für das HPS Team bei leichtem Südwind. Wir haben beim Start eine Ein-Drehungs-Strafe ausgefasst, konnten aber trotzdem noch eine Platzierung als dritte erreichen, auch durch Strafe gegen boats2sail mit einem anderen Boot direkt vor dem Ziel.
Insgesamt sind wir 12. bei 18 teilnehmenden Teams geworden.
HPS-Cup am Waldschacher Teich
Am Waldschacherteich kam es beim diesjährigen HPS Cup zu einem packenden Schlagabtausch unter Seglern. Im Rahmen der Steirischen Akademischen Meisterschaften kämpften insgesamt 18 Teams in der Corvette-Klasse um den begehrten Titel.
Die Wetterverhältnisse präsentierten sich über den gesamten Regattatag hinweg äußerst abwechslungsreich. Von Flaute bis hin zu starkem Wind mit Böen und Winddrehern, die sogar einmal einen Downwind- zu einem Upwind-Kurs werden ließen, war alles dabei. Insgesamt konnten drei Flights mit je zwei Races erfolgreich in die Wertung eingehen. Ein voller vierter Flight wurde den Teilnehmern jedoch verwehrt, da sich beim letzten Race das Gewitter, das die Segler den ganzen Nachmittag über verschont hatte, doch noch für einen Besuch entschied. Dadurch entwickelte sich das Abbauen der Boote zu einer stürmischen Angelegenheit, bei der unter starkem Wind unfreiwillig ein Mast gelegt wurde.
Abseits des dichten Regatta-Feldes gab es zudem ein erfreuliches Comeback zu beobachten. Nach einer längeren Wartungspause war auch der A-Cat über den gesamten Tag hinweg auf dem Wasser aktiv.
Wir gratulieren den Siegern Marcus und Eva Michaelis, die dieses Jahr in spannenden Wettfahrten den Titel wieder zurückerobert haben! Ein großes Dankeschön geht an Felix und Christian für die Wettfahrtleitung, die trotz der sich stark ändernden Wetterbedingungen stets den Überblick behielt, sowie natürlich an alle fleißigen Helfer vom HPS-Team für die Organisation des Events. Gemeinsam ließ man den ereignisreichen Tag schließlich ganz traditionell bei einer feinen Grillerei gemütlich ausklingen.
Students@Sea 2026
Auch 2026 setzten wieder Studenten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Punat die Segel! Zu unserer großen Freude konnten wir die erfolgreiche Studentenregatta vom letzten Jahr fortsetzen. So lud der HPS auch dieses Jahr zur überarbeiteten Fortsetzung der Students@Sea Regatta.
Was war neu? Zunächst der Bootstyp: Wir wechselten von den J-70 Jollen zu den deutlich größeren und anspruchsvolleren Dickschiffen vom Typ Dehler 38 SQ. Die neuen Boote stellten mit einer sinnvollen Besatzung von ca. 6 Personen neue Herausforderungen an Größe und Koordination der Besatzung, aber auch ans seglerische Können. Andererseits boten sie uns die Möglichkeit, mit dem Team am Boot zu wohnen, was den Zusammenhalt und das maritime Feeling vervielfachte.
Neben dem HPS waren wieder mehrere Teilnehmer der ersten Stunde mit dabei, so die Mannschaften der akademischen Segelgruppe Karlsruhe, der diplomatischen Akademie Wien und des akademischen Sportverbandes Zürich. Besonders gefreut haben wir uns über das Team von Studenten und Alumni aus Krems an der Donau.
Wettermäßig zeigte sich Punat auf der Insel Krk dieses Jahr noch etwas wechselhafter als sonst. Von leichtem Wind bis kräftiger Brise mit bis zu 35 kn war alles dabei. Eine starke Bora verhinderte am Mittwoch leider das Auslaufen, jedoch konnten wir abschließend am Donnerstag noch einige spannende Wettfahrten absolvieren.
Das Team des HPS startete dieses Jahr mit einer völlig neuen Besatzung, die im Allgemeinen eher wenig Erfahrung auf Booten dieser Größe im Regattabetrieb hatte. Das stellte uns im Vergleich zu einigen anderen Teams, die eine erfahrene Kernmannschaft mitgebracht haben, vor so manche Herausforderungen. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Segelschule und unseren Trainer Michael Oberweger, die allen Teams individuelle Betreuung und Hilfe sowohl an Land als auch zu Wasser, teils direkt am Boot, zuteilwerden ließen.
In den ersten zwei Wettfahrtstagen mussten wir noch eher um den letzten Platz kämpfen. Doch am Donnerstag, nach Einbau der Segellatten im Vorsegel, zeigten wir mit einem starken dritten Platz, dass wir auch vorne mit dabei sein können. Leider reichte es in der Gesamtwertung nur für den letzten Platz, doch ich meine, dass genau hier die Bedeutung des Namens High Performace Sailing liegt: Aus einem völlig wilden Haufen mit höchst unterschiedlichem Können und Erfahrung in nur wenigen Tagen eine starke, eingespielte Mannschaft zu formen und dabei nie den Spaß am Segeln zu verlieren. Ein Kompliment an die ungebrochene Motivation jeder einzelnen Seglerin, jedes Seglers auf unserem Boot!
Neben dem Sportlichen kam auch der Spaß nicht zu kurz. Da alle Boote am selben Pier lagen, kam bald der eine oder andere gemeinsame Abend mit den anderen Seglern als auch gemeinsamer Kaffee beim Frühstück zu Stande. Zudem sorgten unsere Organisatoren mit einer Party bei In2theBar inklusive einer spontanen Gitarreneinlage für beste Stimmung.
Die persönliche wie gemeinsame Lernkurve war für alle immens. Hier liegt sicher die Stärke dieses Events als kombiniertes Regatta und Trainingscamp. Dank der besonderen Unterstützung von In2theBlue und des Erfolgs der zweiten Runde ist die Fortsetzung der Students@Sea für 2027 bereits fixiert, in diesem Sinne:
We will return!
Sail’n’Chill (Mai - August 2025)
von David Weissteiner
Entspanntes Cruisen, Regatta unter Freunden, im See baden, oder doch lieber ein gemütlicher Grillabend? Unser diesjähriges Sommerprogramm Sail'n'Chill enthielt alles davon. Jedes zweite Sommer-Wochenende erkundeten wir neue Segelreviere mit unterschiedlichsten Booten – eine Mischung aus neuen Erfahrungen, Teambuilding und Urlaubsgefühlen. Insgesamt gab es neun einzigartige Events dieser Event-Reihe.
Als erstes Sail'n'Chill Event verbrachten wir einen gemütlichen Nachmittag am Samitzteich, beim Clubhaus unseres Partnervereins NCA. Wir holten unseren A-Cat aus seinem wohlverdienten Winterschlaf und testeten ihn auf Funktionsfähigkeit (durch direktes Segeln natürlich ;) ).
Der HPS Cup schmuggelte sich als zweites Event in den Sail'n'Chill Kalender ein. Nach den Wettfahrten gegen viele weitere Studierendenteams, konnten wir die Korvetten nachher am Waldschacherteich in einem nicht-kompetitiven Ambiente austesten und ließen den Abend bei einer gemeinsamen Abschluss-Grillfeier ausklingen.
Das dritte Sail'n'Chill Event fand wieder am Samitzteich statt. Es wurde bewiesen, dass unser A-Cat kenterbar ist (natürlich direkt zweimal, um Zufälle auszuschließen). Der "Chill"-Teil wurde durch Baden, Kartenspiele und Volleyball mehr als erfüllt.
Kompletter Szenenwechsel: Es ging zum Attersee fürs vierte Event der Sail'n'Chill-Reihe. Wir erkundeten die Weiten des Attersee auf einer Phobos 27. Von Docking-Techniken übers Segelreffen bis hin zu einem hydraulischen Steuerrad konnten wir viele neue Erfahrungen sammeln. Zudem hatten wir noch die Möglichkeit einen Laser (ILCA 4) zu segeln. Gekrönt wurde das gesamte Event noch mit der Übernachtung am Boot unter einem atemberaubenden Sternenhimmel.
Bei Sail'n'Chill 5 am Thalersee blieb das Ufer wieder in Schwimm-Reichweite. Mit einem selbst gesteckten Kurs traten wir gegeneinander in einer Optimisten-Regatta an und belohnten uns nachher mit einem gemeinsamen Abendessen vom Grill. Highlight: Der exotische Anblick von zwei erwachsenen Personen in einem Optimist.
Auslandsfahrt: Für das sechste Event verließen wir das Land und fuhren zum Chiemsee, wo uns die „Sausolito“ (Modell Domani S30), ein Kielzugvogel, und zwei Überraschungs-Gäste erwarteten. Sei es die Fahrt zur Fraueninsel für ein kühles Blondes, das Baden mitten im See, oder das Ankern, um ein Eis essen zu gehen: Wir genossen die "Bella Vita" des Chiemsees in vollen Zügen.
Beim siebten Sail’n’Chill Event erkundeten wir die Untiefen des Neusiedlersee. Nach einer genaueren Inspektion der geschützten Schilflandschaft, bildete der vom Ruderblatt aufgewühlte Schlamm hinter dem Boot den Durchschnitt. Gesegelt wurden eine PEÏSO 26 und eine Flying Touring 22. Kurz mal in den nächsten Ort segeln und dort direkt am Steg der Bar anlegen, um einen Kaffee zu trinken—wir genossen die touristischen Gepflogenheiten des Neusiedler See, mitsamt Übernachtung an Bord von zwei PEÏSO 26.
Für Sail’n’Chill 8 ging es wieder zum NCA Clubhaus an den Samitzteich, wo wir zusätzlich zu unserem A-Cat auch die RS Quest riggten. Nach einem kurzen Regenwetter, genossen wir den darauffolgenden Wind.
Das letzte Event der Sail’n’Chill-Reihe führte uns zum wunderschönen Traunsee, wo eine Daimio 23 auf unsere Trimm-Fähigkeiten wartete. Kaum abgelegt setzten wir bereits Kurs zur Erkundung der gesamten Länge dieses Gewässers. Der Trimm wurde optimiert, bis nur noch der Wind den limitierenden Faktor bildete. Eine kurze Flauten-Pause erlaubte uns sogar das Durchstöbern des Keramikmarkts an Land.
Zusammengefasst war die Sail’n’Chill 2025 Event-Reihe ein unvergessliches Sommerprogramm mit unzähligen Erfahrungen. Ein großes Dankeschön gilt allen, die diese Events unterstützt und somit ermöglicht haben <3. Besonders aber David, der nicht nur die ganze Eventreihe betreut hat, sondern auch einen kleinen Aftermovie zusammengeschnitten hat.
Unter folgendem Link befindet sich ein Video mit ein paar Ausschnitten der verschiedenen Segel-Abenteuer: https://drive.google.com/file/d/18JyN1NmzUV0LzFlDix_WMb9QUjji9Kox/view?usp=sharing
Eisarsch 2025
Unter den insgesamt 84 gemeldeten Seglerinnen und Seglern fanden sich heuer 12 tapfere HPS’ler, die der eisigen Kälte der Eisarsch-Regatta trotzten. Bereits am Samstag in aller Frühe, um 06:00 Uhr, ging es mit sechs Optis vom NCA los Richtung Attersee.
Gut angekommen, meldeten wir uns zunächst an. Anschließend suchte sich jede*r einen Opti aus und gemeinsam bauten wir die Boote auf. Trotz der mäßigen Windbedingungen, wurden rund 1,5 h gesegelt.
Auch wenn es dieses Jahr vielleicht noch nicht ganz für einen Sieg gereicht hat, wurde wieder großzügig für den Verein Seelenpflaster gespendet – ein Erfolg, der mindestens genauso zählt.
Nach der Regatta wurde im warmen Festzelt bei guter Stimmung und guter Musik noch ausgiebig gefeiert. Einem HPS’ler wurde es dort allerdings eindeutig zu warm – und da er beim Segeln trocken geblieben war, entschied er sich kurzerhand für eine Abkühlung im See.
Der Abend neigte sich irgendwann dem Ende zu, und unser Kassier Valentin, der am Attersee aufgewachsen ist, bot uns dankenswerterweise eine Unterkunft von Samstag auf Sonntag an. Dort angekommen wurden wir bestens versorgt. Obwohl im Festzelt bereits gut gegessen und getrunken wurde, durfte der Mitternachtssnack nicht fehlen: Eine hervorragende Eierspeise, begleitet von etwas Schnaps oder Kakao mit Rum, rundete den Abend perfekt ab.
Am Sonntagmorgen erwartete uns schließlich ein großartiges Frühstück – mit Kuchen, Aufstreichen, Brot und wirklich allem, was das Herz begehrt. Lieber Valentin, vielen Dank für die fantastische Gastfreundschaft!
Stolz kam so die Spendensumme von € 31 650 zugunsten des Vereins Seelenpflaster zustande.
Außerdem ein großes Dankeschön an den NCA für das Verleihen der sechs Optis sowie an dem Verein Eisarsch und dem UYCAS für dieses rundum gelungene Event.